Ab zu Yenfaabima
Auch wenn im vergangenen Jahr der Bau der Einfriedung das bestimmende Thema war, ging doch die tägliche Arbeit weiter. Wie sich die Betreuung der PatientInnen auf die gegebenen äußeren Bedingungen einstellt, beschreibt Timothée im Oktober 2025:
„Wir verlängern aufgrund der unsicheren Lage die Untersuchungsintervalle für Patienten aus besonders unsicheren Gebieten, um ihre Reisen zu begrenzen. Vor der Krise lagen unsere Untersuchungstermine im Abstand von einem bis drei Monaten, während wir sie derzeit auf mindestens drei bis sechs Monate ausdehnen.“
Diese Maßnahme hat zur Folge, dass die ehrenamtlichen GesundheitshelferInnen in den Regionen umso mehr gefordert sind. Sie machen in bestimmten Fällen regelmäßige Hausbesuche und werden in kritischen Situationen geholt, um den Kontakt zu Timothée herzustellen.
„Wir haben im letzten Jahr einen Freiwilligen verloren, als er einen Patienten aus einer unsicheren Region zu Yenfaabima begleiten wollte. Im zweiten Quartal wurden zwei unserer Freiwilligen bei der Begleitung von Patienten zu Yenfaabima von Banditen entführt. Einer von ihnen konnte fliehen, vom anderen fehlt jedoch weiterhin jede Spur. Insgesamt schränkt die Angst, von bewaffneten terroristischen Gruppen in diesen stark von Unsicherheit geprägten Gebieten entführt zu werden, die Mobilität von Kranken und ihren Begleitern erheblich ein.“