Timothée Tindano (links) und Tankpari Guitanga (rechts) im Studio bei Radio Tin Tua
Neben der Behandlung von Erkrankten und der sozialen Betreuung, die das gesamte Umfeld einschließt, ist die Aufklärung der Bevölkerung über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten psychischer Erkrankungen eine wichtige Aufgabe von Yenfaabima. Auch auf diesem Gebiet muss sich der Verein an die eingeschränkten Möglichkeiten unter den Bedingungen des Ausnahmezustands anpassen.
Noch immer herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung der Glaube vor, dass bei psychische Erkrankungen und epileptische Anfälle Dämonen am Werk sind. Viele PatientInnen haben eine lange Geschichte mit traditionellen Heilern, Dämonenaustreibung oder sogenannten Gebetszentren hinter sich, bevor sie zu Yenfaabima kommen. Im näheren Umfeld von Piéla ist das medizinische Hilfsangebot des Vereins bekannt.„Unsere besten ZeugInnen sind die Genesenen, die wieder in ihren Familien leben.“
Auf den weiter entfernten Dörfern konnte Yenfaabima früher mit Vorführungen des Films „Die Krankheit der Dämonen“ viele Menschen ansprechen. Dies ist inzwischen zu gefährlich geworden. So hat Yenfaabima eine bewährte Methode aus der Anfangszeit wiederbelebt. Über das Radio erreicht der Verein eine breite Zuhörerschaft, denn ein einfaches Kofferradio ist auf allen Märkten und in vielen Höfen zu finden.