Hausbesuch in Tiongolampiadi
„Nachdem ich die Nachrichten über eine junge Frau namens P. Lankoande gehört hatte, habe ich mich zu der Familie nach Tiongolampiadi begeben. Wie sich herausstellte, geriet das Leben der jungen Frau nach einer Zwangsheirat und einer kurz darauf erfolgten Abtreibung völlig durcheinander und sie entwickelte seltsame Verhaltensweisen.“
In afrikanischem Verständnis hat jede Krankheit spirituelle Ursachen. Deshalb gibt es im Verlauf des Gesprächs mit Erkrankten bei Tankpari meist einen Zeitpunkt, an dem er fragt, ob die Person Christ/in sei. Wird die Frage bejaht, dann fragt er, ob sie möchte, dass er für sie bete. Wird die Frage bejaht, dann fragt er, ob sie möchte, dass er für sie bete. „Nachdem ich für die junge Frau gebetet habe, bin ich im Moment dabei, die Eltern über psychische Erkrankung aufzuklären und ihre Gesinnung zu ändern. Sie führen nämlich das Leiden ihrer Tochter auf andere Ursachen zurück und sehen deshalb nicht die Notwendigkeit, sie zu einer psychiatrischen Beratung bei Yenfaabima zu bringen.“
Einen kleinen Nachtrag gibt es noch zur Dienstreise nach Banfora. Wie Tankpari am Telefon berichtete, gibt es im dortigen Krankenhaus eine psychiatrische Fachkraft, die aber kaum in Anspruch genommen wurde. Nach der Aufklärungsveranstaltung habe dieser nun täglich mehrere Erkrankte zur Behandlung.