Kochstellen auf dem Hof
Yendiéma berichtet vom Alltag auf dem Hof:
"Begleitpersonen spielen eine sehr wichtige Rolle. Wir haben keine Kochkraft, die ihnen das Essen zubereitet, niemanden, um sie zu waschen oder ihre Kleidung zu reinigen. Diese Aufgaben übernehmen die Begleitpersonen. Sie sind Tag und Nacht an der Seite ihrer Anvertrauten und achten darauf, dass ihre Angehörigen nicht weglaufen. Ich helfe oft bei der Körperhygiene, denn es gibt Erkrankte, die eine Person allein nicht waschen kann. Das Essen kommt von ihren Familien, und was Yenfaabima für die Erkrankten bereitstellt, kommt auch den Begleitpersonen zugute, denn in Afrika gilt: Wenn es Essen für eine Person gibt, reicht es auch für zwei.
Die Begleitpersonen sind nicht immer Familienangehörige. Zum Beispiel hat uns kürzlich ein Erkrankter um 2 Uhr nachts aus dem Bett geholt. Papa hat ihn aufgenommen, und er blieb ein paar Tage bei uns zu Hause, bevor wir ihn zu Yenfaabima bringen konnten, weil er niemanden hatte, der sich um ihn kümmerte. Wir konnten die Begleitperson einer anderen Patientin sowie das freiwillige Personal dafür gewinnen, ihn zu versorgen, und heute hilft er unter unserer Anleitung bei der Gartenarbeit mit.
Es sind auch nicht immer Frauen. Vor allem wenn es um unruhige Erkrankte geht, begleiten Männer sie.“