14. Juni 2026

Yenfaabima stößt an Grenzen

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Hausbesuch bei L.A.

 

Obwohl die Mittel und Möglichkeiten von Yenfaabima begrenzt sind, arbeitet der Gesundheitsposten in Piéla durch die qualifizierte medizinische Hilfe und die gleichzeitige soziale Betreuung und Unterstützung von PatientInnen und ihren Familien äußerst erfolgreich. Manchmal stößt aber auch dieses umfassende Engagement an Grenzen.

Timothée Tindano schildert in einem der monatlichen Berichte an uns vom Fall eines jungen Mannes. „L.A. wurde wegen psychischer Störungen und Verhaltensauffälligkeiten im Zusammenhang mit dem Konsum von Drogen bei Yenfaabima aufgenommen. Ein Entzugsversuch schlug fehl. Obwohl er der Behandlung ursprünglich zugestimmt hatte, verweigerte er den Entzug und lief vier Tage nach seiner Aufnahme weg. Als er dann gegen seinen Großvater handgreiflich wurde, wurde ich kontaktiert. Ich versuchte, ihn zur Rückkehr zu Yenfaabima zu bewegen. Der Patient weigerte sich jedoch. Ich beschloss daraufhin, ihn in die psychiatrische Abteilung des Universitätsklinikums in Ouagadougou zu überweisen, eine Entscheidung, der die Eltern zustimmten. Sie mieteten noch am selben Tag ein Fahrzeug, um ihn dorthin zu bringen. Zwei Tage nach seiner Aufnahme erfuhren wir, dass seine Entziehungskur begonnen hatte.“