Ein ehrenamtlicher Gesundheitshelfer bei Frau M.
Timothée Tindano berichtet von einem weiteren Hausbesuch bei Flüchtlingen. Im dortigen Sprachgebrauch sind es übrigens keine Flüchtlinge, sondern Vertriebene („déplacés“). Oft sind es Verwandte aus der großzügig und weitläufig definierten Familie. Die Bevölkerung von Piéla hilft ohne Murren. Auch wenn durch die Vertriebenen das hochgehaltene Gebot der Gastfreundschaft auf eine harte Probe gestellt wird, bleiben sie ihrem Grundsatz treu: „Wo das Essen für einen reicht, reicht es auch für zwei.“
Timothée berichtet von Frau M., die zu der Gruppe von PatientInnen gehört, die das Geld für eine Behandlung nicht aufbringen können. Der Freundeskreis Yenfaabima finanziert für solche Fälle einen kleinen Medikamentenfonds.
„Frau M. litt an Schizophrenie in Verbindung mit organischen Störungen, was ihre Behandlung und einen anschließenden vorübergehenden Aufenthalt bei Yenfaabima erforderlich gemacht hatte. Bei diesem unangekündigten Besuch konnte der ehrenamtliche Gesundheitshelfer eine deutliche Verbesserung des Zustands der Patientin feststellen. Sie ist nun gut stabilisiert und war gerade dabei, ihre Erdnüsse zu ernten. Sie nimmt regelmäßig ihre Medikamente ein, die ihr nach wie vor kostenlos von Yenfaabima zur Verfügung gestellt werden.“