Hungerhilfe 2025: Eine Frau trägt glücklich einen 100-kg-Sack Mais nach Hause
Am 30. Juli 2026 erreichte uns zum vierten Mal in Folge die Bitte um Unterstützung von besonders gefährdeten Personen im Umfeld von Yenfaabima bei der Bewältigung der jährlichen Durststrecke bis zur neuen Ernte im Oktober. Die Gründe für die jetzt drohende Hungersnot sind dieselben wie in den Jahren zuvor. Seit dem deutlichen Anstieg der Weltmarktpreise für Lebensmittel und der Präsenz von Terroristen in der Region Piéla wird die Lücke zwischen dem Aufbrauchen der selbst erzeugten Nahrungsmittelvorräte und der neuen Ernte so groß, dass sie aus eigener Kraft nicht überwunden werden kann.
Traditionellerweise sichert ein ausgeprägtes soziales Verhalten in Burkina Faso jedem Menschen der Gemeinschaft ein Auskommen. Aber durch die anhaltenden terroristischen Aktivitäten im Osten des Landes haben mittlerweile über 2 Millionen Binnenflüchtlingen (10% der Bevölkerung) ihre Felder verloren. Auch Ortsansässige trauen sich nicht mehr, in bestimmten Gegenden ihre Felder zu bestellen. Die wirtschaftliche Basis der nach wie vor ungebrochenen gesellschaftlichen Solidarität ist entscheidend geschwächt.
Der dringliche Hilferuf von Yenfaabima enthält aber auch erfreuliche Botschaften:
„Die 79 Hilfsbedürftigen (in unserem Umfeld) sind offiziell registriert und als besonders bedürftige Personen eingestuft, die vorrangig Unterstützung benötigen. Sie wohnen in Piéla, Bilanga, Bogandé. 17 Personen sind bei Yenfaabima untergebracht.“ Das sind 15 Betroffene weniger als im Vorjahr.
„Auch wenn die Nahrungsmittelproduktion auf dem Grundstück von Yenfaabima in erster Linie ein therapeutisches Ziel hat, indem sie die Beschäftigung und die psychosoziale Rehabilitation unserer stabilisierten Erkrankten fördert … reichten die erzielten Ernten aus, um die Ernährung der bei uns untergebrachten Erkrankten etwa einen Monat länger in bescheidenem Umfang zu sichern.“ Vielleicht gelingt es Yenfaabima langfristig, so große Vorräte zu erwirtschaften, so dass die Durststrecke wenigstens für die Erkrankten auf dem Gelände ganz überbrückt werden kann?
„Derzeit verfügen wir über ausreichende Medikamentenvorräte, um die therapeutische Versorgung sicherzustellen. Aus diesem Grund wurde dieser Bereich, im Gegensatz zu den in den Vorjahren gestellten Anträgen, nicht in unseren Antrag auf Hungerhilfe aufgenommen. Das Gleiche gilt für Schlafutensilien und Decken.“ In der Medikamentenversorgung gab es in der Vergangenheit schon oft ernsthafte Krisen.
Der Verein Yenfaabima bittet auch in diesem Jahr um finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung von jeweils einem Sack Reis und einem Sack Mais für die 79 betroffenen Personen unter ihren PatientInnen. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf 6.865 €.
Der Freundeskreis Yenfaabima verwendet Spendengelder ausschließlich zum Aufbau einer gemeindenahen psychiatrischen Versorgung in der Region Piéla. Gerne geben wir den Hilferuf der Association Yenfaabima zur Unterstützung von 79 vom Hunger in ihrer Existenz bedrohter Menschen weiter und bitten um Ihre großzügige Spende auf das Konto
Evangelische Gesamtkirchengemeinde Kernen i.R.
IBAN: DE05 6009 0100 1170 6210 23
Volksbank Stuttgart | BIC: VOBADESS
→ Verwendungszweck: Sonderfonds Hungerhilfe 2026 ←
Bis 300 € erkennt das Finanzamt den Kontoauszug als Spendenbeleg an. Für höhere Beträge stellt die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Kernen eine Spendenbescheinigung aus.